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Modul

Betriebsanweisungen erstellen — nach der Gliederung, die verlangt wird

§ 14 Gefahrstoffverordnung verpflichtet den Arbeitgeber, den Beschäftigten eine schriftliche Betriebsanweisung zugänglich zu machen — in verständlicher Form und Sprache. Weil anhand dieser Anweisung vor Aufnahme der Beschäftigung zu unterweisen ist (Abs. 2), muss sie vorher stehen. Die Inhalte legt TRGS 555 fest; DGUV Information 211-010 gibt Hinweise zur Gestaltung.

  • § 14 Abs. 1 und 2 GefStoffV — Betriebsanweisung und Unterweisung
  • TRGS 555 — Betriebsanweisung und Information der Beschäftigten
  • DGUV Information 211-010 — Sicherheit durch Betriebsanweisungen
  • § 12 BetrSichV — Unterweisung und Betriebsanweisung bei Arbeitsmitteln

Die Inhalte sind nicht frei

Die Inhalte einer Betriebsanweisung gibt TRGS 555 vor: Arbeitsbereich und Tätigkeit, Gefahrstoffbezeichnung, Gefahren für Mensch und Umwelt, Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln, Verhalten im Gefahrfall, Erste Hilfe, sachgerechte Entsorgung. Üblich ist diese Reihenfolge; der Farbcode nach DGUV Information 211-010 macht die Art der Anweisung auf einen Blick erkennbar.

Wer das in Word nachbaut, baut es beim zweiten Stoff anders nach. Nach dreißig Stoffen hat der Betrieb dreißig Gliederungen, und die Unterweisung wird für jede davon eine eigene Erklärung.

Nach Gliederung, nicht von der leeren Seite

Im Betriebszugang (app.cintrex.de) ist die Gliederung vorgegeben, und die Piktogramme kommen aus einem Katalog. Was hinzukommt, ist das, was nur der Betrieb weiß — der Arbeitsbereich, die Tätigkeit und die Schutzmaßnahmen vor Ort.

  • Die normative Gliederung nach TRGS 555 und DGUV Information 211-010 ist vorgegeben, nicht nachgebaut
  • Piktogramme aus dem Katalog statt aus der Zwischenablage
  • Vier Arten — Gefahrstoff, Maschine, Tätigkeit, Biostoff — mit dem Farbcode nach Art der Anweisung
  • Ausgabe als PDF im Format für den Aushang am Arbeitsplatz
  • Jede Änderung an der Anweisung bleibt als Fassung erhalten

Betriebsanweisung und Unterweisung gehören zusammen

§ 14 GefStoffV nennt beides in einem Atemzug, und das ist kein Zufall: Die Betriebsanweisung ist der Inhalt, die Unterweisung ist die Vermittlung. Eine Betriebsanweisung, über die nie unterwiesen wurde, ist ein Aushang; eine Unterweisung ohne Betriebsanweisung ist ein Gespräch ohne Beleg.

Im Betriebszugang liegen deshalb beide im selben System: die Anweisung, anhand der unterwiesen wird, und der Nachweis, dass die Unterweisung stattgefunden hat.

Datenschutz und Serverstandort

Die Daten von CINTREX liegen auf Servern in Frankfurt am Main. Zu jedem Betriebszugang gehört ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO.

Wer welche Daten sieht, entscheiden Rollen je Nutzer — die Vorsorgeakte einer Person ist nicht dasselbe wie die Prüffristenliste einer Maschine. Im Betriebszugang werden Änderungen an den Fachdaten mit Zeitpunkt und Urheber protokolliert.

Listen lassen sich als Excel exportieren; im Betriebszugang zusätzlich der gesamte Bestand als vollständiges Archiv, maschinenlesbar und mit allen Dateien — jederzeit, auch am Ende der Zusammenarbeit.

Für Betriebe und für die Ingenieurbüros, die sie betreuen

CINTREX gibt es zweimal, weil die beiden Betriebsanweisungen aus verschiedenen Richtungen ansehen. Ein Betrieb führt einen Bestand: den eigenen. Ein Ingenieurbüro führt dreißig davon nebeneinander und braucht die Frage „wo ist etwas fällig?" über alle Mandanten hinweg.

Betriebe arbeiten in CINTREX (app.cintrex.de) mit ihrem eigenen Datenbestand in einer eigenen Datenbank. Fachkräfte für Arbeitssicherheit und betreuende Ingenieurbüros arbeiten in CINTREX Pro (pro.cintrex.de) über alle betreuten Betriebe hinweg.

Verbunden sind die beiden nur dort, wo ein Betrieb es ausdrücklich will: Er lädt sein Ingenieurbüro als Berater ein. Ohne diese Einladung sieht die betreuende Fachkraft keinen einzigen Datensatz.

Häufige Fragen

Die Fragen, die zuerst kommen

Wann ist eine Betriebsanweisung Pflicht?
Sobald Beschäftigte Tätigkeiten mit Gefahrstoffen ausüben: § 14 Abs. 1 GefStoffV verlangt, ihnen eine schriftliche Betriebsanweisung zugänglich zu machen, und weil nach Abs. 2 vor Aufnahme der Beschäftigung anhand dieser Anweisung zu unterweisen ist, muss sie vorher stehen. Daneben verlangt die Betriebssicherheitsverordnung Betriebsanweisungen für Arbeitsmittel (§ 12 Abs. 2 BetrSichV), und für Tätigkeiten mit Biostoffen gilt § 14 Abs. 1 BioStoffV entsprechend.
Was muss in einer Betriebsanweisung stehen?
Nach TRGS 555: Arbeitsbereich, Arbeitsplatz und Tätigkeit; Gefahrstoffbezeichnung; Gefahren für Mensch und Umwelt; Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln; Verhalten im Gefahrfall; Erste Hilfe; sachgerechte Entsorgung.
Reicht das Sicherheitsdatenblatt als Betriebsanweisung?
Nein. Das Sicherheitsdatenblatt beschreibt den Stoff allgemein und ist an Fachleute gerichtet. Die Betriebsanweisung beschreibt den Umgang an diesem Arbeitsplatz und muss in der Sprache der Beschäftigten verständlich sein.
In welcher Sprache muss die Betriebsanweisung verfasst sein?
§ 14 GefStoffV verlangt „in einer für die Beschäftigten verständlichen Form und Sprache". Arbeiten Beschäftigte im Betrieb, die kein Deutsch lesen, ist eine Übersetzung erforderlich — der Aushang allein genügt dann nicht.
Wie oft muss eine Betriebsanweisung überprüft werden?
Bei jeder maßgeblichen Veränderung der Arbeitsbedingungen (§ 14 Abs. 1 GefStoffV) — neuer Stoff, geänderte Einstufung, geändertes Verfahren, neue Schutzmaßnahme — und wenn die Gefährdungsbeurteilung fortgeschrieben wird (TRGS 555). Viele Betriebe sehen sie zusätzlich bei der jährlichen Unterweisung durch.
Nächster Schritt

Sehen, wie das für Ihren Betrieb aussieht

Ein Gespräch von zwanzig Minuten reicht, um zu klären, ob CINTREX zu Ihrer Organisation passt — und was der Umstieg aus Ihren bestehenden Listen bedeutet.